Pikieren
Newsgroups: de.rec.garten
Subject: Re: Vergeilung = Todesurteil?
From: Ina Koys
Date: Wed, 12 Mar 2008 18:31:30 +0100
Message-ID: (fr9420$oka$00$1@news.t-online.com)
Falls du noch nie pikiert hast:
Das beste Stadium ist sehr jung, also wenn sie ihre Keimblätter
entfaltet haben und möglichst dabei sind, das erste Laubblatt zu bilden.
Du zählst die Häupter deiner Lieben und füllst Töpfchen (ca. 6-8 cm) in
entsprechender Anzahl relativ fest mit Aussaat- oder Jungpflanzenerde.
Also nährstoffarmer.
Dann hebst du die Jungpflanzen mit Hilfe eines Pikierstabs, der gerne
auch ein Bleistift sein kann, vorsichtig aus ihrer Erde. Es wäre
natürlich gut, wenn du sie unverletzt rauskriegst, aber bei mir haben
kleine Verletzungen bisher auch nicht spürbar geschadet.
Dann machst du mit dem Pikierstab ein tiefes Loch in ein Töpfchen und
fädelst den Sämling da ein. Möglichst bis an die Keimblätter. Dann
piekst du mit dem Pikierstab neben die Pflanze, dass das Loch zubröselt.
Wenn du mit allen fertig bist, gießt du sie richtig an, bis du sicher
bist, dass das Loch nun wirklich zugeschwemmt ist und die Wurzeln fassen
können. Danach wird dann ganz normal gepflegt bis die Pflanze fertig ist.
Ggf. kann man erstmal in kleine Töpfe pikieren und dann noch mal
“hochtopfen”, aber das hat mehr mit Platz und Energieverbrauch zu tun
als mit der Pflanze.
Ich persönlich mach es häufig so, dass die Pflänzchen noch ein paar Tage
Einwurzel-Wellness in der warmen Küche bekommen und dann ab in den
Wintergarten, wo es kühler und heller ist.

Foto: Ina Koys
Weiterer Link:
http://www.garten-therapie.de/Gartenarbeit/Anleitungen/saatanleitungen.html
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