Nachtkerze
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Nachtkerzen sind zweijährige krautige Pflanzen. Die Gemeine Nachtkerze bildet eine auf dem Boden aufliegende Rosette. Im zweiten Jahr erheben sich daraus ein blütenreicher, traubig verzweigter und drüsig behaarter Blütenstand, der etwa einen Meter hoch wird. Dieser Blütenstand trägt große, intensivgelbe Stieltellerblüten, die vierzählig sind und in der Achsel eines Tragblattes sitzen. Sie werden in der Botanik als unterständige Blüten bezeichnet, da den langen, röhrenförmigen Blütenbechern oben Kelch-, Kron- und Staubblätter ansitzen. Tief unten im engen Blütenbecher befindet sich der vierfächerige, unterständige Fruchtknoten. Die vier Narben des mehrere Zentimeter langen Griffels sind am Blüteneingang den bestäubenden Insekten zugänglich. |
Zuchtformen der Nachtkerze werden bis zu 1,5m hoch und blühen bereits im ersten Jahr.
Die Blütezeit der Gemeinen Nachtkerze beginnt Anfang Juni und kann bei guten Standort- und Wetterbedingungen bis Ende September anhalten. Die einzelnen Blüten sind dagegen sehr kurzlebig. Sie öffnen sich erst in der Abenddämmerung und sind meistens bis zum nächsten Mittag wieder verblüht. Der genaue Zeitpunkt, zu dem sich die Blüten öffnen, ist abhängig vom Sonnenstand, von der Tagestemperatur sowie von der Luftfeuchtigkeit.
Das Öffnen der Blüten erfolgt häufig innerhalb weniger Minuten in einer fließenden Bewegung. Die Plötzlichkeit und Schnelligkeit, mit der das Aufblühen erfolgt, ist bei keiner anderen in Mitteleuropa vorkommenden Pflanze zu beobachten.
Film (nachtkerze.wmv) über eine sich öffnende Nachtkerzenblüte (ca. 2MB)
Eine sich öffnende Blüte ist dabei in der Regel noch geruchslos. Erst nach ihrem vollständigen Öffnen der Blüten wird ihr Duft intensiv süßlich, so dass er von Menschen mitunter als aufdringlich und fast stinkend empfunden wird.
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