Rußtau
Foto: Kathinka Wenz
Sternrußtau (Diplocarpon rosae), auch Schwarzfleckenkrankheit genannt, ist eine der häufigsten Pilzkrankeiten der Rose, die aber auch andere Pflanzen, z.B. Lorbeer befällt.
Die Blätter zeigen zunächst runde schwarzbraune Flecken, die sich oft sternförmig ausbreiten. Die befallenen Blätter vergilben und fallen schließlich ab. Hierdurch wird die Assimilation eingeschränkt, was eine Schwächung der Pflanze bedeutet. Blattlose Pflanzen bringen kaum neue Blüten hervor, neue Triebe können kein Holz bilden und reifen nicht aus, was eine verminderte Frosthärte zur Folge hat.
Verursacht wird die Krankheit durch im Boden überwinternde Pilzsporen, die oft durch auftreffendes Gieß- oder Regenwasser auf die Rose gespritzt werden, wo sie sich je nach Empfindlichkeit der Sorte mehr oder weniger stark ausbreiten.
Um einer Erkrankung vorzubeugen, ist es wichtig, durch eine entsprechende Nährstoffversorgung die Widerstandskraft der Pflanze zu erhöhen. Da der Befall nur schwer zu bekämpfen ist, empfiehlt es sich, dass die Pflanzen schon ab Mai vorbeugend gespritzt werden. Beim Gießen muss darauf geachtet werden, dass nur an die Wurzel gegossen wird, um dem Pilz kein feuchtes Klima auf den Blättern zu bieten.
Ist die Pflanze erkrankt, muss sie mit einem geeigneten Spritzmittel behandelt werden. Kranke Blätter und Triebe sind zu entfernen und über die Mülltonne zu entsorgen, um eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
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Der Russtau ist nicht schädlich, macht das Obst aber unverkäuflich und
stört die Ausfärbung. Vor Sonnenbrand schützt er nicht, im Gegenteil,
dunkle Stellen erhitzen sich noch stärker. Im kommerziellen Obstbau
werden sowieso so viel Fungizide draufgehauen, dass Russtau nicht
vorkommt. Die Wiese steht am Rand eines nicht gerade weiten Tals, die
Luftfeuchte führt zu Russtau, aber komischerweise nicht zu mehr Schorf.
Schorfanfällige Sorten wie der Golden Delicious sind fast schorffrei,
obwohl ich nichts dagegen unternommen habe.
Text und Foto: Thomas Nagel
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