Überwinterung
Kübelpflanzen sollten fachgerecht überwintert werden. Einige brauchen die Kältephase zum Blühen, andere würde zwar auch durchblühen, aber alle haben das Problem in hiesigen Wintern, dass das Licht einfach nicht ausreicht und daher die Triebe leicht vergeilen, dadurch weich werden und leicht von Schädlingen wie Läusen oder Spinnmilben befallen werden.
Die Überwinterung von Kübelpflanzen sollte in den meisten Fällen optimalerweise hell und frostfrei bei nur wenigen Grad über Null erfolgen. Da aber nicht jeder einen ungeheizten Wintergarten mit Frostwächter hat, muss man sich oft anders behelfen. Sommergrüne Pflanzen, die im Winter ihr Laub komplett verlieren, können auch dunkel überwintert werden. Dann sind aber sehr niedrige Tempertaturen von max. 5 Grad wichtig, da die Pflanzen sonst im Dunkeln austreiben und weich, weiße Blätter bilden, die sehr läuseanfällig sind und bei Tageslicht sofort übelste Verbrennungen bekommen. Diese Blätter müssen unbedingt wieder abgeschnitten werden, aber besser verhindert man das Wachstum, da die Pflanze nur unnötig Kraft verbraucht.Blattlose Pflanzen verbrauchen exterm wenig Wasser, es reicht also, einmal im Monat den Topf zu kontrollieren. Erst wenn dieser wirklich trocken ist, wird wieder etwas nachgegossen, aber auf keinen Fall so viel, dass die Erde wirklich nass ist. Sonst fangen die Wurzeln an zu verfaulen.Schwieriger sind immergrüne Pflanzen. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, können auch diese in Dunkelheit bei 0-5 Grad üebrwintert werden, aber die Wahrscheinlichkeit für Ausfälle ist ungleich höher. Besser ist ein heller Raum mit max. 15 Grad. Ja wärmer es ist, desto heller sollte es sein.Steht nur ein kalter, dunkler Raum zur Verfügung, sollte über die Anschaffung eine Pflanzenleuchte nachgedacht werden. Diese Leuchten haben ein Lichtspektrum, welches dem Sonnenlicht nachempfunden wurde.
Ist gar keine Überwinterungsmöglichkeit da, kann man bei nahegelegenen Gartencentern nachfragen, viele bieten für kleines Geld einen Überwinterungsservice an.
Knollen wie Dahlien, Kanna oder Knollenbegonien überwintern problemlos im Dunkeln. Man kann sie in der Erde im Topf lassen oder rausnehmen. Ich habe die besten Erfahrungen mit Überwintern in Sand gemacht, den ich ab und zu mal befeuchte. Nur in Zeitungspapier eingeschlagen sind mir die Knollen vertrocknet.
Viele Pflanzen, die hier einjährig gezogen werden, wie Geranien, Wandelröschen oder Vanilleblume, sind in Wirklichkeit mehrjährig und können überwintert werden. Das gilt auch für Paprika.
Meine Erfahrung mit verschiedenen Pflanzen:
Blattkakteen überwintern bei mir schon seit Jahren problemlos im dunklen Keller.
Oleander verträgt auch kurzfristig leichten Frost bis ca. -5 Grad. Da er kalt und hell überwintern müsste, was ich ihm nicht bieten kann, lasse ich ihn so lange wie möglich draußen und nehme ihn erst nach den ersten Frostnächten rein.
Engelstrompeten entlaube ich, damit ich sie im Keller bei 5 Grad überwintern kann.
Wandelröschen verlieren bei mir immer irgendwann über Winter alle Blätter, weil ich sie doch mal zu trocken hatte, sie erholen sich aber im Frühjahr wieder.
Geranien verlausen sehr leicht.
Autor: Kathinka Wenz
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