Baumstümpfe entfernen
Fahrzeug:
Optimaler weise lässt man beim Fällen 1m Stamm stehen und zieht den Baumstumpf mit einem Fahrzeug raus.
Ausgraben:
Den Stumpf weitgehen freilegen, die großen Seitenäste mit einem Beil oder einer Säge kappen und dann den Rest ausgraben. Kann jeder und kostet nur Zeit und Schweiß.
Fräsen:
Mit einer Stubbenfräse lässt sich der Baumstamm bis unter Erdhöhe wegfräsen. Gibt’s beim Profi und kostet natürlich.
Verbrennen:
Vergiß es, es wurde noch nie berichtet, dass die Methode Erfolg hatte.
Kompostbeschleuniger:
Der Stumpf wird kreuz und quer eingesägt oder mit einer Axt zerhakt und Kompostbeschleuniger draufgestreut. Das soll die Verrottung beschleunigen. Mag sein, dass es tatsächlich schneller geht und statt sechs nun halt nur noch fünf Jahre dauert.
Stehen lassen:
Wenn keine Möglichkeit der Entfernung in Frage kommt, lässt man den Stumpen einfach stehen und dekoriert ihn hübsch. Man kann Efeu drüber wachsen lassen, einen Topf obenauf stellen, ihn mit Farnen kombinieren. Einfach das beste draus machen.
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From: “G. Wolmershaeuser”
Subject: Re: Wie bekomme ich Baumstümpfe weg?
Date: 1998/12/01
Message-ID: <3663B42A.76652190@chemie.uni-kl.de>
Newsgroups: de.rec.garten
Volker Glienke wrote:
>
> ……….. ich sollte ein Loch in die Mitte bohren, zur Hälfte
> Salpetersäure und Schwefelsäure hineinkippen, und das Loch luftdicht
> verschließen. Aufgrund der sich bildenden Dämpfe würde das Holz innerhalb
> von 6 Wochen zerstört.
Die Idee ist offensichtlich, mit Nitriersäure die im Holz vorhandene Cellulose zu nitrieren und dann abzubrennen. Das wird so nicht funktionieren! Zur Nitrierung brauchst Du konzentrierte Schwefelsäure und konzentrierte Salpetersäure, die Du möglicherweise gar nicht auftreiben wirst. Selbst wenn das gelingt, wird die Feuchtigkeit im frischen Holz die Nitriersäure sehr schnell bis zur Unwirksamkeit verdünnen. Die Reaktion würde auch nur unmittelbar um das Loch herum stattfinden.
Noch ein Warnhinweis: solltest Du keine Erfahrung im Umgang mit diesen Chemikalien haben, würde ich Dir sehr davon abraten solche Experimente zu machen. Konz. HNO3 führt auf der Haut bestenfalls zu sehr schmerzhaften und schwer heilenden Verätzungen!
Wenn Du’s chemisch angehen willst, rate ich Dir zu folgender Vorgehensweise: möglichst viele lange Löcher (Durchmesser 8-10mm) in geringem Abstand in den Baumstumpf bohren. Löcher mit Kaliumnitrat füllen und abdecken. Je nach Witterung (Sommer, Winter bringt nichts wegen zu niedriger Temperaturen) kannst Du dann nach einiger Zeit den Stumpf abbrennen. Was von dem Kaliumnitrat übrigbleibt, wirkt als Dünger. Denk’ daran, auch dieses Verfahren braucht Zeit. Wenn die Stümpfe sofort weg müssen, bleiben wohl nur die Baumstumpenfräse, bei relativ geringem Stammdurchmesser ein entsprechend leistungsfähiger Traktor oder Knochenarbeit. Auf eine Kettensäge sollte man dabei möglichst verzichten, wenn man am Leben hängt. Vor Jahren habe ich einen Fichtenstumpf (Umfang 4-5 m) ausgegraben, indem ich einen Graben um den Baum herum gezogen habe und die Wurzeln mit einem Hochdruckreiniger freigespült habe. Diese konnte ich dann gefahrlos mit der Kettensäge abschneiden. (Das geht natürlich nur bei einem Boden, in dem das Wasser schnell versickert!)
Viel Spaß bei der Arbeit
G.W.
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