Blutläuse
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Subject: Re: Apfelbaum - weißer Schaum, was ist das?
From: Gerhard Zahn
Date: Wed, 18 Oct 2006 21:34:55 +0200
Message-ID:
Am Wed, 18 Oct 2006 17:19:57 +0200 schrieb Michaela Avenius:
Hallo,
>nachdem ich heute meinen Apfelbaum (Sorte unbekannt) etwas genauer
>angeschaut habe, fiel mir auf, daß dieser an der Rinde und den Ästen weiße
>”Ausscheidungen” hat. Es sieht aus wie Schaum bzw man könnte es mit Watte
>vergleichen und ist etwas klebrig und unterschiedlich groß.
>
>Was ist das?
>Könnte es evtl Saft des Baumes sein?
eher nein.
Zermatsche mal das weiße Zeugs, wenn sich da rote Farbe zeigt, hat
sich die Blutlaus breit gemacht.
Falls die an einem jungen Baum sitzen, kann dies nachteilig für den
weiteren Aufbau der Krone sein und du solltest den Belag abbürsten
oder die ganze Brut zermatschen.
Beste Grüße G e r h a r d
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Subject: Re: Apfelbaum - weißer Schaum, was ist das?
From: Gerhard Zahn
Date: Thu, 19 Oct 2006 09:43:56 +0200
Message-ID: <6iaej2ta374noovaub7hnp7mh8dra9r1lc@4ax.com>
Am Wed, 18 Oct 2006 23:32:26 +0200 schrieb Michaela Avenius:
Hallo,
>>> Was ist das?
>>> Könnte es evtl Saft des Baumes sein?
>>
>> eher nein.
>> Zermatsche mal das weiße Zeugs, wenn sich da rote Farbe zeigt, hat
>> sich die Blutlaus breit gemacht.
>
>aha, nun weiß ich woher ich farbige Finger bekam als ich es jemanden aus der
>Gartenkolonie zeigte um zu fragen was das sein könnte. Es bildet sich
>tatsächlich rotbraune Flüssigkeit wenn man es zerreibt. Derjenige meinte es
>könnte Harz sein und daher hab ich da nicht weiter dran gedacht.
hm, mit einer guten Lupe müssten die einzelnen Läuse mit ihren weißen
Bepuderungen zu sehen sein.
>> Falls die an einem jungen Baum sitzen, kann dies nachteilig für den
>> weiteren Aufbau der Krone sein und du solltest den Belag abbürsten
>> oder die ganze Brut zermatschen.
>
>Es ist ein wohl sehr alter Baum bestimmt ca 40 Jahre. Die Stellen sind am
>ganzen Baum verteilt. Eine Krone hat dieser Baum nicht mehr und ist trotzdem
>sehr hoch ca.5m und somit für mich auch sehr schwer zu bearbeiten.
>
>Falls ich das Zeug abbürste, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit daß die
>Blutläuse dann weg sind?
Ein “ganz weg” gibt es bei solchen Schädlingen nicht. Es werden immer
welche am Baum oder am Wurzelhals überwintern oder im nächsten Sommer
als geflügelte Stadien neu zufliegen.
Das einzige mir bekannte, auch im Privatgarten zugelassene Insektizid
gegen die Blutläuse wäre Bayer Garten Obst- und Gemüse-Schädlingsfrei.
Aber damit wird man wahrscheinlich arm und dass der Wirkstoff
Pyrethrine + Rapsöl mehr 70 % der Viecher killt, halte ich für ein
Gerücht.
Also könntest du den Stamm und die Äste vielleicht mit einem scharfen
Wasserstrahl von den sichtbaren Viechern befreien.
Im zeitigen Frühjahr könntest du den Wurzelhals des Baumes säubern und
vielleicht noch mit dem o. g. Spritzmittel oder einer heftigeren
Kanone behandeln.
Ansonsten sollte sich der Blutlausbefall - von besonders anfälligen
Apfelsorten mal abgesehen - durch die Blutlauszehrwespe und
Schwebfliegen usw. selbst auf ein niedriges Niveau regulieren.
Beste Grüße G e r h a r d
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Subject: Re: Apfelbaum - weißer Schaum, was ist das?
From: “Bernhard Albert”
Date: Fri, 20 Oct 2006 09:44:17 +0200
Message-ID:
Hallo Gerhard,
> Das einzige mir bekannte, auch im Privatgarten zugelassene Insektizid
> gegen die Blutläuse wäre Bayer Garten Obst- und
> Gemüse-Schädlingsfrei. Aber damit wird man wahrscheinlich arm und
> dass der Wirkstoff Pyrethrine + Rapsöl mehr 70 % der Viecher killt,
> halte ich für ein Gerücht.
Das macht er, wenn man vorher das weiße Gespinst gut entfernt
(Wasserstrahl, Bürste, …) und die Läuse damit des Schutzes beraubt
hat. Wenn in kurzem Abstand eine zweite und dritte Behandlung erfolgt,
stehen die Chancen recht gut. Allerdings zu Zeiten zu denen die Läuse
aktiv sind und nicht wenn sie fast schon in Winterstarre verfallen,
statt gleich wieder zuzuwandern.
Danach muss man natürlich die Augen offenhalten und versuchen eine
weitere Zuwanderung zu begrenzen. Hilfreich ist dafür nach meiner
Erfahrung der übliche weiße Baumanstrich bis hinauf in die ersten
Verzweigungen der Leitäste.
Gruß
Bernhard
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