Nashornkäfer
Nashornkäfer - Oryctes nasicornis
Dieser untersetzte, nicht sehr schnelle Käfer ist ungefähr 25 bis 40 mm lang.
Das Männchen trägt auf dem Kopf ein recht großes, nach hinten gebogenes Horn
und auf dem Schild befinden sich auffallende Buckel. Das Weibchen weist
an Stelle des Horns nur einen kleineren Höcker auf.
Der Käfer ist nachtaktiv und gräbt sich tagsüber ein, sehr oft wird er
in Abfallhaufen von Sägewerken gefunden, aber auch in Komposthaufen.
Seine Lebensdauer beträgt 4 bis 5 Wochen.
Die Nahrung konnte bisher noch nicht eindeutig festgestellt werden.
In Gefangenschaft gehaltene Exemplare wurden erfolgreich mit süßen Säften
gefüttert.
Die Entwicklung des Käfers dauert 2 bis 3 Jahre. Das Weibchen legt nur
einige Dutzend Eier in Holzmulm, in sich zersetzende Rinde, Sägespäne
oder Kompost. Die Larve ist Pflanzenfresser.
Sie ist erwachsen ungefähr so groß wie ein Finger.

Vor dem Verpuppen klebt sie sich einen Kokon, dessen Innenwände geglättet
sind. Hier findet die Verwandlung zur Puppe statt. Der geschlüpfte Käfer
verweilt noch einige Wochen im Kokon. Die Exemplare, die im Herbst schlüpfen,
verlassen den Kokon erst nach einigen Monaten.
Der Nashornkäfer ist über große Teile Europas, in Klein- und Mittelasien, in
Westsibirien und Nord- und Westafrika verbreitet.

Text und Fotos: Irmingard Krebs
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