Wollschildläuse
Wollschildläuse, wollige Napfschildläuse oder Hortensien-Wollschildlaus.
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| Adultes Tier der Hortensien-Wollschildlaus | Links ein Eiersack, rechts ein weibliches Tier bei der Eiablage. Am Ende verendet das Muttertier und ihr Panzer bleibt oft als dunkler Fleck auf dem Eisack liegen. |
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| Eiersäcke auf der Unterseite eines Blattes. | Starker Befall an einem Lorbeerschneeball. |
Fotos: Kathinka Wenz
Message-ID: (2700517.SL7ZKOJiSt@kathrin.bochow.com)
From: Kathrin Bochow
Subject: Re: Wollschildlaeuse
Newsgroups: de.rec.garten
Date: Mon, 19 Jun 2006 10:05:31 +0200
Kathinka Wenz schrieb:
> seit Jahren kämpfe ich gegen Wollschildläuse in einer Ecke meines
> Gartens.
Wir haben sie hier an Ahorn, Linden, Kastanien (alle wollige Napfschildlaus), Hortensie und Wein (Hortensien-Wollschildlaus, zum Glück kaum Befall) :-(
Hamburg scheint dieses Jahr von der wolligen Napfschildlaus mal wieder arg
geplagt zu sein, die Strassenbäume hier im Viertel sitzen auch alle voll
und sehen wie verschimmelt aus.
> Im ersten Jahr habe ich die Blätter mit den Eiersäcken abgeschnitten, im
> letztes Jahr waren es aber zu viele und ich habe die Eiersäcke mit Öl
> eingepinselt.
Hier hab ich den Gartenschlauch genommen und die Eisäcke abgespritzt. Ging recht gut, war aber am Ahorn und bei der wolligen Napfschildlaus, an den Hortensien schneide ich sie ab und werfe die befallenen Äste in den Hausmüll.
> Naja, den habe ich jetzt auf 40cm runtergeschnitten und den Stumpf so
> gut wie möglich von den restlichen Läusen und ihren Eiern befreit. Das
> Schnittgut liegt jetzt in der Biotonne (reicht das oder können die
> Viecher da wieder rauskrabbeln?).
Die Empfehlungen bei der wolligen Napfschildlaus gehen dahin, dass man das Schnittgut bedeckt transportieren solle, da die Verbreitung hauptsächlich durch den Wind stattfände. Insofern sollte verschlossene Biotonne reichen, IMHO.
> Aber ich fürchte, dass ich das Problem so nicht in den Griff bekomme. Es
> hat nicht zufällig hier irgendjemand Erfahrung mit diesen Tiere oder
> schlaue Bücher, in denen sie erwähnt werden? Wie bekämpfe ich die
> Viecher nachhaltig, ohne das gesamte Beet mit Lizetan zu vergiften?
Geht bei “Deiner” Laus wohl http://www.wsl.ch/forest/wus/diag/index.php?TEXTID=147&MOD=1,
Ich muss mich wohl eher auf die “bepanzerten” Mittel verlassen, denn laut http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/20442/ und
http://www.f-l-l.de/54/medien_4777.pdf ist die Bekämpfung “meines”
Plagegeistes mit irgendwelchen Mittelchen kaum möglich .
> Und wenn ich doch auf die systemische Methode zurückgreife, wann mache
> ich das am besten?
Ich hol runter was ich kann, bevor die Viecher schlüpfen. Außerdem haben wir seit zwei Jahren eine wahre “Marienkäferplage” (jetzt weiß ich, warum) samt dazugehörigen Larven. Die befallenen Pflanzen sitzen voll von ihnen und ab August sieht man die Hauswand kaum vor Käfern :-). Ich hoffe mal, dass die ihre Arbeit tun und hätschel die Pflanzen, zumal es an Bäumen wohl eher ein “optisches” Problem darstellen soll.
Gruss,
Kathrin
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Mein Weg, die Wollschildläuse loszuwerden:
Ich habe im ersten Jahr die Blätter mit Eiersäcken abgesammelt, im zweiten Jahr habe ich die Eiersäcke mit Pflanzenöl eingepinselt, um nicht so viele Blätter absammeln zu müssen. Im dritten Jahr war der Befall gewandert, die Hortensien waren weitgehend frei, aber mein Lorbeerschneeball völlig verseucht. Den habe ich dann massiv runtergeschnitten und die Blätter samt Eisäcken entsorgt. In den umliegenden Hortensien habe ich wieder per Hand die Eisäcke entfernt. Da man bei der manuellen Methode aber offensichtlich immer ein paar Tiere übersieht, die die nächste Genaration sichern, habe ich anschließend Naturen Schädlingsfrei, ein Spritzmittel auf Ölbasis, besorgt und alle Pflanzen in der Ecke sorgfältig mehrfach von allen Seiten gespitzt.
Das scheint erfolgreich gewesen zu sein, im Jahr darauf habe ich keine Wollschildläuse entdecken können.
Autor: Kathinka
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