Schnecken
Vorbeugende Massnahmen
Schnecken können nur unter feuchten Bedingungen existieren. Zum Rückzug über Tage in feuchte Regionen benötigen sie einen grobscholligen Boden mit vielen Ritzen und Lücken. Ein feinkrümeliger Boden vermindert die Zahl an möglichen Rückzugsrefugien und mindert somit die Befallsgefahr. Ideale Lebensbedingungen bieten auch Grasflächen. Soll gemulcht werden, ist gut durchtrocknetes Material zu bevorzugen, auch sollte die Mulchschicht nur dünn aufgetragen werden. Häufige Bodenbearbeitung stört die Tiere.
Schnecken lassen sich durch Kerbel (Anthriscus cerefolium) und Koriander (Coriandrum sativum) abhalten.
Schnecken besitzen feine Geruchsorgane, d.h. durch die Anpflanzung von Duftpflanzen (z.B. Salbei, Thymian, Lavendel,Tomate, Ysop, Kapuzinerkresse) oder die Ausbringung von kalten Auszügen oder Jauchen (z.B. aus Begonie, Johannisbeere, Tannenzapfen, Farnkraut) lassen sich Schnecken auf Abstand halten. Wenngleich sich diese Methode in logischer Konsequenz der sensiblen Geruchsorgane als erfolgsversprechend darstellt, ist (leider) häufig kein Repellenteffekt, d.h. vertreibender Effekt zu erreichen. Auch sind seifenartige Verbindungen auf der Grundlage von natürlichen Fettsäuren im Handel erhältlich, i.d.R. als Gel, die mit einem Pinsel auf die Beeteinfassungen aufgetragen werden (geschmackliche Barriere)Auch ein Kaltwasserauszug von Tomaten Geiztrieben kann Schnecken vom Salat abhalten.
Das alles hilft jedoch nur bedingt und nicht 100%.
Natürliche Feinde
Es versteht sich, dass wenn man die Lebensbedingungen für die natürlichen (wildlebenden) Feinde der Schnecken (wie Igel, Vögel ..) im eigenen Garten herstellt oder verbessert sich auch die Schneckenpopulation in Grenzen hält. Auch die Anschaffung von Hühnern oder Enten (insbesondere indische Laufenten, Pekingenten, Warzenenten und auch Chinesische Wachteln zu nennen) ist lohnenswert. Dafür sollte aber auch genügend Fläche vorhanden sein. Leider fressen Laufenten auch gerne Salat.Unter dem Namen Phasmarhabditis hermaphrodita sind im Handel Nematoden erhältlich, die gezielt Schnecken als Wirte nutzen. Die Wirkung auf die kleineren Ackerschnecken (Deroceras) ist gut, aber die großen Wegschnecken werden von den Nematoden wenig beeinflusst. Einige Tage nach der Besiedelung stellen die Schnecken ihre Fraßtätigkeit ein. Später sterben sie ab.
Die natürlichen Feinde der Schnecken mit entsprechenden Unterschlüpfen fördern: Igel, Spitzmäuse, Maulwürfe, Blindschleichen, Kröten, Käfer, Vögel, einige Gehäuseschnecken. Mit Steinhaufen, Holzhaufen und Laubhaufen können diese Tiere in den Garten heimisch werden. Laufkäfer und seine Larven, Kurzflügelkäfer, Leuchtkäfer (Glühwürmchen) und Larven, Hundertfüßler und andere ernähren sich auch von Nacktschnecken.
Absammeln hilft zwar ist jedoch recht mühsam.
Hierzu werden gezielt Schlafstellen (Holzbretter, feuchte Säcke usw.) angeboten. die Attraktivität dieser Orte kann durch Köder (Kartoffelscheiben oder Weizenkleie mit Trockenfutter gemischt und leicht angefeuchtet) gezielt verbessert werden. Hier lassen sich die Tiere dann leicht einsammeln (z.B. mit der Hand oder mit einer Wäscheklammer). Die beste Tageszeit zum Sammeln ist der frühe Morgen oder am Abend kurz bevor es dunkel wird. Die so gesammelten Schnecken können dann mit heißem Wasser getötet werden. Danach werden sie begraben.Alternativ zum Sammeln kann man auch die Schnecken an Ort und Stelle mit einem scharfen Messer oder Schere auseinander schneiden und somit töten. Sie müßen jedoch auch begraben werden.
Das Absammeln hat sich als äußerst effektive aber auch immens arbeitsintensive Methode bewährt, wenn sie täglich eingehalten werden kann.
Barrieren
Mit einem Wall oder Graben aus Kalk, Ruß, Sägemehl, Sand oder Holzhäcksel um die zu schützende Stelle wird versucht den Tieren die Feuchtigkeit zu entziehen. Die Ausbringung der Einzelverbindung - oder auch als Gemisch anwendbar - geschieht als Wallaufschüttung oder als Grabenverfüllung um gefährdete Gartenbereiche. Nach kräftigen Regenschauern ist dieser Schutz wirkungslos geworden, so daß er erneuert werden muß. Unter Umständen ist diese Methode also recht arbeitsintensiv und somit auch nur bei kleineren Arealen im Garten zu empfehlen. Einschränkend ist weiterhin zu sagen, daß bei einer einseitigen und längeren Anwendung auch negative Effekte mit diesen Maßnahmen hervorgerufen werden können, z.B. übermäßige pH-Anhebung des Bodens (Kalk), Schwermetallanreicherung (Ruß, Asche), Bodenstrukturveränderung (Sand), Stickstoffixierung (Holzhäcksel).
[Anmerkung von Kathinka Wenz: Es wurde schon Schnecken auf frischem Kaffeesatz oder auf Sägemehl gesichtet. Wirklich zu wirken scheint nur eine Barriere aus Wasser]
Eine weitere Möglichkeit is, sich die Vorliebe für welke Pflanzenteile zu Nutze zu machen und einfach die welcken Blätter des Salates ans Beetrand zu legen.
Gesteinsmehl
Pflanzen mit Steinmehl (Gesteinsmehl, Urgesteinsmehl) überpudern. Mit einem Sieb geht das recht gut. Da die Photosynthese darunter leiden wird ist es sinnvoll das Steinmehl Morgens wieder abzubrausen. Da auch die Spaltöffnungen verstopft werden ist dies keine Dauerlösung. Und wohl auch keine Gute!
Mit Bierfallen können sie zwar angelockt und entsorgt werden aber leider fressen sie auf dem Weg zum köstlichen Nass alles weg was da so steht und mühsam angepflanzt wurde. Hierbei wird die Lockwirkung des Bieres ausgenutzt, indem gefüllte Schalen so in den Boden eingelassen werden, dass Schnecken ohne Schwierigkeiten über den Rand kriechen können und beim Kontakt mit dem Bier durch die lähmende und wasserentziehende Wirkung des Alkohols zugrunde gehen. Der Becherrand muß aus dem Boden herausschauen, um ein ungewolltes Abfangen von Käfern zu vermeiden. Ein Regenschutz ist von Vorteil. Regelmäßige Kontrolle und Wartung der Fallen ist erforderlich. Ungeeignet ist alkoholfreies und Malz Bier. Der Nachteil dieser Methode ist eindeutig, dass durch diese Lockwirkung des Alkohols noch zusätzlich alle Schnecken aus den näheren Umkreis (andere Gärten) in den eigenen Garten gelockt werden. Deshalb wird auch geraten, diese Fallen ausserhalb des zu schützenden Beetes aufzustellen.
Schneckenzaun
Als effektiv gilt die Verlegung eines im Handel erhältlichen Schneckenzaunes. Hierbei dient ein gewinkeltes, mit einer glatten Oberfläche versehenes verzinktes Blech als mechanische Barriere; auch Kunststoff oder ein dichtes Drahtgeflecht ist möglich. Jedoch sind auch hier einige Punkte zu beachten: So sollte der Schneckenzaun frei angelegt werden, d.h. überhängende Sträucher sind zu vermeiden, da sonst die Schnecken über diesen Weg ins sichere “Nest” gelangen. Auch ist zu bedenken, daß in dem eingesäumten Areal alle Schnecken abzusammeln sind. Dies kann jedoch dauern, da über bereits abgelegte Eier die Nachkommenschaft für einige Zeit gesichert ist. Ein angelegter Schneckenzaun ist somit nicht ab Erstellung sicher, sondern erst nach einer gewissen Zeit - dann ist er jedoch in der Wirkung praktisch 100%ig. Ebenfalls im Handel erhältlich ist ein flach auf dem Boden gelegener, zweigleisiger Elektrozaun, der jedoch aufgrund seiner Störanfälligkeit in der Wirksamkeit nicht so ausgeprägt wie der mechanische Schneckenzaun ist. Die Wirkung beruht darauf, daß bei einem gleichzeitigen Kontakt der beiden Stränge (Abstand etwa 0,5 mm), z.B. durch eine auflaufende Schnecke, ein Strom von etwa 9 Volt abgegeben wird - dieser veranlaßt dann die Schnecke zum Rückzug.
Schneckenzäune gibt es in drei Ausführungen:
1) mit Strom, da muß natürlich die Batterie immer Kontrolliert werden. Hat Folgekosten und ist aus Plastik.
2) mit Gel, das soll die Schnecken abtöten. Hat Folgekosten und ist aus Plastik.
3) gebogene Winkeleisen, aus verzinktem Blech (mit doppelt (!) nach außen umgebogener Oberkante.
4) eine alte Konservendose mit scharfkantigem Rand.
Schneckenkorn
Zur direkten Bekämpfung der Tiere stehen derzeit vier Wirkstoffgruppen in 24 Präparaten zur Verfügung. In den meisten Produkten (20) ist der Wirkstoff Metaldehyd enthalten. Je nach Präparat werden 0,3 bis 0,8 g/m² ausgebracht, was etwa 18 bis 40 Körnern entspricht. Für den Ackerbau gibt es neu formulierte regenfestere Produkte, die deutlich kleiner sind, z. B, Metarex (ab 5 kg), so dass mehr Köderstellen bei gleichem Aufwand entstehen. Diese Präparate sind etwas teurer wirken aber auch sicherer.
Der Wirkstoff Methiocarb ist ausschließlich als “Mesurol Schneckenkorn” im Handel. Die Aufwandmenge beträgt 0,3 g/m² (ca. 45 Körner).
Mit dem Präparat “Ferramol” ist Anfang 1999 ein Mittel auf den Markt gekommen, welches sich aus den Bestandteilen Eisen und Phosphat zusammensetzt. Als Abbauprodukte bilden sich demnach auch nur diese in der Natur ohnehin vorkommende Stoffe. Der Wirkstoff liegt in einer neuen Köderformulierung vor, die es ermöglicht, dass die Pellets bei Kontakt mit der Bodenfeuchtigkeit aufquellen und auch bei längeren Regenfällen formstabil und attraktiv für die Schnecken bleiben. In kurzzeitigen Trockenperioden geht das Korn wieder in seinen Ursprungszustand zurück. Die Pellets werden von den Schnecken gefressen und bewirken einen raschen Fraßstop. Nach der Aufnahme verkriechen sich die Tiere im Boden. Zur Bekämpfung werden 5 g/m² (ca. 350 Körner) flächig zwischen den Pflanzen verteilt. Dieses Präperat ist auch für den Einsatz im Gemüsebeet zugelassen.
Bei Metaldehyd und Methiocarb sind maximal zwei Anwendungen je Befall erlaubt. Ferramol kann bis zu vier mal ausgebracht werden. Nach einem Methiocarb Einsatz ist eine Wartezeit von 14 Tagen einzuhalten. In der Regel werden die Körner zwischen den Pflanzen ausgestreut. Nur bei “Schneckenkorn Limex Neu” ist auch die Ausbringung über die Kultur möglich. Nach der Anwendung muss die Fraßtätigkeit kontrolliert werden und gegebenenfalls Köder ergänzt werden. Die Wirkstoff Aufnahme erfolgt über Kontakt oder durch Fraß der Köder.Keinesfalls sind Häufchen auszulegen
Im Hinblick auf die Wirkung gegenüber Nützlingen ist festzuhalten, daß bei Metaldehyd bestimmte Laufkäfer und Kurzflügelkäfer - beides sind bodenoberflächenaktive Räuber - nicht geschädigt werden. Für Regenwürmer liegen keine Untersuchungen über eine schädigende Wirkung vor. Die Auswirkungen von Metaldehyd auf Igel sind strittig, d.h. unter Versuchsbedingungen, bei dem einem Igel eine größere Menge von bereits vergifteten Schnecken dargeboten wird - und er diese auch alle innerhalb kürzester Zeit frißt - kann es sehr wohl zu dessen Tod kommen. Es darf jedoch auf der anderen Seite angezweifelt werden, ob diese konzentrierten Bedingungen in der Praxis ebenso vorliegen. Der potentielle Igeltod durch Schneckenkorn ist somit differenziert zu betrachten. Neben diesen Schneckenkörnern zum Ausstreuen innerhalb der Kulturen sind auch sogenannte Schneckenbänder im Handel erhältlich. Es handelt sich hierbei um mit Metaldehyd bestrichene Folien, die dann als Band (von der Rolle) um die gefährdeten Bereiche gelegt werden; sozusagen eine chemische Variante vom Schneckenzaun
Die Produktpalette beinhaltet zudem noch das Präparat “Skipper” mit der Wirksubstanz Thiodicarb. Dieses ist allerdings nur für die landwirtschaftliche Anwendung zugelassen.
Autor: Ralf Gutzki
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Schneckeneier findet man unter allerlei Gewächs, recht flach unter der Erdoberfläche. Meist muß man nur seine Gartenkräuter anheben. Foto: Holger Issle
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Betreff: Re: die Schneckeninvasion
Datum: Tue, 03 Apr 2001 11:56:31 +0100
Von: “Anke Holzmann-Wirth”
Firma: Uni-GH Paderborn, FB 9, Labor fuer Biotechnologie
Foren: de.rec.garten
Auszug aus “Wirksubstanzen der Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel”:
Metaldehyd
Schneckenkorn
Wirkungsstyp: Molluskizid mit Fraßwirkung. Aufnahme des Köders macht die Schnecken bewegungsunfähig und verursacht eine erhöhte Schleimsekretion, die zum Austrocknen der Schnecken führt.
Bevorzugte Anwendung: Zusammen mit einem Ködermaterial, vorzugsweise Kleie oder Mehl, als gekörntes Streumittel gegen Nacktschnecken, besonders Ackerschnecken.
Abbau und Metabolismus:
Boden, Wasser: Allmähliche Aufspaltung zu Acetaldehyd und Verflüchtigung oder Oxidation zu Essigsäure.
Säugerorganismus: Nach oraler Applikation erfolgt Oxidation zu Essigsäure.
Toxizität: LD50 (Dosis, bei der die Hälfte der Versuchstiere stirbt) für Ratten, Hunde und Meerschweinchen ca. 0,6g/kg Körpergewicht. Bei zugelassener Anwendung nicht bienengefährlich. Nicht fischtoxisch.
Methiocarb
Handelsname: Mesurol
Wirkungstyp: Insektizid mit Kontakt- und Fraßgiftwirkung. Cholinesterase-Hemmstoff. Schnelle Anfangswirkung und gute Wirkungsdauer. Molluskizid mit Fraßgiftwirkung. Repellentwirkung gegenüber Fasanen und anderen Schadvögeln.
Bevorzugte Anwendung: Als Insektizid gegen Lepidopteren (Schmetterlinge), Coleopteren (Käfer), Dipteren (Fliegen) und Homopteren (Wanzen) im Obst- und Ackerbau. Außerdem Wirkung gegen Bodenschädlinge wie Erdraupen, Maulwurfsgrillen, Moosknopfkäfer, Tausendfüßler u.a. Inkrustierung von Maissaatgut zur Fasanenabwehr und gegen Fritfliege. MooliskizideWirkung gegen Nackt- und Gehäuseschnecken.
Abbau im Säugerorganismus: Bei Hunden und Mäusen nach oraler Verabreichung rasche Absorption und schnelle Ausscheidung, z.T. in chemisch veränderter Form, vorwiegend über die Nieren.
Toxizität: Akute orale LD50 für Ratte, Maus, Hund, Meerschweinchen ca. 20-58 mg/kg Körpergewicht. Bienengefährlich. Fischtoxisch: je nach Fischart 0,4-4 mg/l. Vogeltoxizität: akute orale LD50 je nach Vogelart 5-18 mg/kg, Huhn 175-190 mg/kg.
Es gibt noch weitereMolluskizide (schneckenbekämpfende) Wirkstoffe, aber die sind vorwiegend gegen Wasserschnecken (Bilharziosebekämpfung).
Es gibt übrigens noch eine Methode, Schnecken zu konzentrieren, ohne sie per Bier anzulocken: ein dunkler, feuchter Ort z.B. unter einer dunklen Plane mit feuchtem Papier oder Tuch drunter. Tagsüber kann man bequem die Plane hochheben und die Biester absammeln, z.B. gibt es doch so Grillzangen aus Holz.
Grüße,
Anke
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Betreff: Re: die Schneckeninvasion
Datum: Tue, 3 Apr 2001 12:30:56 +0200
Von: “Bernhard Albert”
Foren: de.rec.garten
Schnecken die nur Ferramol gefressen haben, sind vollgefressen und bleiben vollgefressen und verhungern so vollgefressen in ihrem Versteck. Wird Ferramol allerdings mit hinreichenden Mengen anderer Nahrung gemischt, wird Ferramol ausgeschieden und die Schnecke frißt weiter. Ich frage mich, ob die bei Neudorff das Präparat auf Beeten ohne Pflanzen getestet haben, denn dort funktioniert es
hervorragend.
Aus dieser Erfahrung klug geworden setze ich Ferramol wie folgt ein.
1. Das Beet wird für die Aussaat vorbereitet (Kompost kommt rein etc.) Das Beet wird gut mit Ferramol bestreut und mit Folie abgedeckt. Die feuchte Wärme unter der Folie macht die Schnecken so richtig munter. Das Beet bleibt 8-10 Tage so liegen.
2. Das Beet wird eingesät und gleich kommt nochmal Ferramol und wenn die bevorzugten Keimtemperaturen es erlauben, kommt wieder für 8-10 Tage Folie drauf. Es bleibt schon mehr Ferramol liegen und die Saat kommt erfolgreich hoch.
Die Methode sorgt für wahrnehmbar geringere Fraßschäden durch Schnecken, leider begünstigt die Folie und die höherer Wärme allerdings auch die Aktivitäten von Ameisen. Alles hat seinen Preis.
Gruß
Bernhard
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Betreff: Re: die Schneckeninvasion
Datum: Sun, 01 Apr 2001 22:33:39 +0200
Von: Heidrun Kirchweger
Foren: de.rec.garten
Die Kombination Limex-Ferramol ist noch besser, das Ferramol hält bei Regen länger. Damit einen Todesstreifen rund um den Garten und die Sache ist erledigt.
Heidrun Kirchweger
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Betreff: Re: die Schneckeninvasion — Buchtipp
Datum: Thu, 29 Mar 2001 17:51:03 +0200
Von: Uli Pförtner Firma: GILDE film & tv
Foren: de.rec.garten
Hallo,
besorg’ Dir doch mal das Buch von Graber und Suter:
“Schneckenbekämpfung ohne Gift - erfolgreich und dauerhaft”
aus dem Kosmos Verlag ISBN 3-440-07445-5, ich glaube es kostet 14, 90 DM
Viel Erfolg!
Uli Pförtner
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Newsgroups: de.rec.garten
Subject: Re: Schmeckt nicht, gibt’s nicht … oder doch ?
From: Ralf Gutzki (ralf_gutzki@hotmail.com)
Date: Wed, 04 Apr 2007 10:51:21 +0200
Message-ID: (57h763F2d21esU1@mid.uni-berlin.de)
Muscari schrieb:
> Hallo,
> da auch unser Garten alljährlich von “schrillionen” gefrässiger
> Schnecken heimgesucht wird, wüßte ich gerne, gibt es Pflanzen, Blumen,
> Gemüse und Kräuter, die Schnecken ganz sicher nicht fressen …???
Hi Muscari,
es gab hier mal vor Jahren eine Schneckentannte die eine Liste
zusammengestellt hatte. Baerbel Sailer http://www.schneckeninfo.de/
Dort kann man sich eine CD bestellen:
Anbei eine stark verkürzte Liste der weniger bis gar nicht gefährdeten
Pflanzen :-D
tschüss….ralf
_wenig gefährdet sind_
Akelei Aquilegia caerulea
Alpenaster Aster alpinus
Alpennelke Dianthus alpinus
Amuradonisröschen Adonis amurensis
Anemone Anemone
Anemone, Bukettanemone Anemone coronaria
Anis Pimpinella anisum (=Anisum vulgare)
Aster Callistephus chinensis
Astilbe Astilbe arendsii
Ballonblume, Ballonglocke, Chiniglockenblume, Prachtglocke Platycodon
grandiflorum (=Platycodon grandiflorus)
Bärlauch, Wilder Knoblauch, Waldknoblauch,
Allium ursinum
Bartfaden Penstemon
Bauernrose Paeonia officinalis
Bergbohnenkraut Satureja montana *wehrt Schnecken ab
Borretsch, Boretsch, Gurkenkraut Borago officinalis
Buschwindröschen Anemone nemorosa
Beinwell, Wallwurz Symphytum officinale
Chicoree, Zichoriensalat Cichorium intybus var. foliosum
Clematis, Clematis x hybrida
Currykraut Helichrysum petiolare
Dachwurz Sempervivum tectorum
Schwertlilie Iris germanica
Origan, Dost Origanum vulgare
Eberraute Artemisia abrotanum
Brombeere Rubus fruticosus
Kamille Chamomilla recucita
Pfingstrose, Paeonia officinalis
Schlüsselblume, Primula officinalis
Ehrenpreis, Waldehrenpreis Veronica officinalis
Kümmel, Wilder Kümmel Carum carvi
Lavendel Lavandula officinalis
Salbei Salvia officinalis
Thymian Thymus vulgaris
Efeu Hedera helix
Eisenkraut Verbena hybrida
Sockenblume Epimedium
Endivie Cichorium endivia
Fetthenne Sedum spurium
Fraunemantel Alchemilla mollis
Gartenhyazinthe Hyazinthus orientalis
Gartenkresse, Kresse Lepidium sativum
Gartenprimel Primula variabilis (Primula anglica)
Gartentulpe, Zuchttulpe, Tulpe Tulipa gesneriana
Gartenwicke, Wicke Lathyrus odoratus
Gemüsefenchel, Knollenfenchel Foeniculum vulgare var. azoricum
Geranie Pelargonium zonale
Gewöhlicher Feldsalat, Rapunzel, Rapünzchen, Ackersalat, Sonnenwirbele
Valerianella locusta (=Valerianella olitoria)
Stiefmütterchen Viola tricolor (ssp. tricolor)
Kapuzinerkresse Tropaeolum majus *wehrt Schnecken ab
Huflattich Tussilag farfare
Schafgarbe Achillea collina
Buchsbaum, Buchs Buxus sempervirens *wehrt Schnecken ab
Kerbel, Gartenkerbel Anthriscus cerefolium *wehrt Schnecken ab
Kirschlorbeer Prunus laurocerasus
Knoblauch Allium sativum
Küchenzwiebel Allium cepa
Lavendel Lavandula stoechas *wehrt Schnecken ab
Liebstöckel, Maggikraut, Levisticum officinale
Maiglöckchen, Maiblume Convallaria majalis
Majoran, Gartenmajoran Majorana hortensis (=Origanum majoranum,
Origanum majorana)
Märzenbecher Leucojum vernum
Melisse, Zitronenmelisse Melissa officinalis
Nachtkerze Oenothera missouriensis
Nelke Dianthus barbatus, Dianthus chinensis
Petersilie, Gartenpetersilie Petroselinum crispum
Pfingstnelke Dianthus gratianopolitanus (=Dianthus caesius)
Pfingstrose Paeonia lactiflora
Porree, Küchenlauch Allium porrum
Portulakröschen Portulaca rosea
Primel, Polsterprimel Primula pruhoniciana
Rose Rosa
Scharbockskraut, Feigwurz Ranunculus ficaria
Schneeglöckchen Galanthus nivalis
Schnittlauch Allium schoenoprasum
Spargel, Gemüsespargel Asparagus officinalis
Gänseblümchen Bellis perennis
Vergißmeinnicht Myosotis palustris
Waldmeister Galium odoratum
Löwenzahn Taraxacum officinale
Ysop Hyssopus officinalis *wehrt Schnecken ab
Zucchini, Zucchetti Cucurbita pepo convar. giromontiina
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Betreff: Re: Schneckenabwehr
Von: ralf_gutzki@hotmail.com (Ralf Gutzki)
Gruppen: de.rec.garten
Datum: 07. Jun 2007, 14:05:09
Matthias Klodt schrieb:
> Moin Robert,
>
> Robert Gummi schrieb:
> …
>> Vergiss es. Es gibt keine ‘Abwehrpflanzen’ die deine Gemüsebeete
>> wirkungsvoll vor Schneckenfraß schützen.
>
> Gut, dann eben Schneckenkorn. Ich frage mich nur, warum sog. Abwehrpflanzen eben
> als solche auf einige Websites oder in Büchern genannt werden …
>
Hi Matten,
Schnecken besitzen feine Geruchsorgane, d.h. durch die Anpflanzung von Duftpflanzen (z.B. Salbei, Thymian, Lavendel,Tomate, Ysop, Kapuzinerkresse) oder die Ausbringung von kalten Auszügen oder Jauchen (z.B. aus Begonie, Johannisbeere, Tannenzapfen, Farnkraut) lassen sich Schnecken auf Abstand halten bzw. die Schnecken sollen ihre Wirdspflanzen nicht so schnell finden. Wenngleich sich diese Methode in logischer Konsequenz der sensiblen Geruchsorgane als erfolgsversprechend darstellt, ist (leider) häufig kein vertreibender Effekt zu erreichen, da Schnecken entweder an den Pflanzen vorbei riechen und doch zum Salat kommen oder Hungrige Schnecken im Garten sich auf die Suche nach Nahrung machen und dann auch an den “Duftpflanzen” vorbei kriechen.
Natürliche Feinde
Es versteht sich, dass wenn man die Lebensbedingungen für die natürlichen (wildlebenden) Feinde der Schnecken (wie Igel, Vögel, Spitzmäuse, Maulwürfe, Gehäuseschnecken usw.) im eigenen Garten herstellt oder verbessert oder fördert sich auch die Schneckenpopulation in Grenzen hält. Mit Steinhaufen, Holzhaufen und Laubhaufen können diese Tiere in den Garten heimisch werden. Laufkäfer und seine Larven, Kurzflügelkäfer, Leuchtkäfer (Glühwürmchen) und Larven, Hundertfüßler und andere Ernähren sich von Nacktschnecken bzw. fressen die Schneckeneier auf.
Schneckenzäune gibt es in drei Ausführungen:
1) mit Strom, da muß natürlich die Batterie immer Kontrolliert werden. Hat Folgekosten und ist aus Plastik.
2) mit Gel, das soll die Schnecken abtöten. Hat Folgekosten und ist aus Plastik.
3) gebogene Winkeleisen, aus verzinktem Blech (mit doppelt (!) nach außen umgebogener Oberkante.
Schneckenkorn
Leider werden durch Giftiges Schneckenkorn auch Igel Vergiftet. In den meisten Produkten ist der Wirkstoff Metaldehyd enthalten. Mit dem Präparat “Ferramol” ist Anfang 1999 ein Mittel auf den Markt gekommen, welches sich aus den Bestandteilen Eisen und Phosphat zusammensetzt. Als Abbauprodukte bilden sich demnach auch nur diese in der Natur ohnehin vorkommende Stoffe. Der Wirkstoff liegt in einer neuen Köderformulierung vor, die es ermöglicht, dass die Pellets bei Kontakt mit der Bodenfeuchtigkeit aufquellen und auch bei längeren Regenfällen formstabil und attraktiv für die Schnecken bleiben. In kurzzeitigen Trockenperioden geht das Korn wieder in seinen Ursprungszustand zurück. Die Pellets werden von den Schnecken gefressen und bewirken einen raschen Fraßstop bzw. die Schnecken verlieren ihr Hunger-Gefühl. Nach der Aufnahme verkriechen sich die Tiere. Bei Metaldehyd und Methiocarb sind maximal zwei Anwendungen je Befall erlaubt. Ferramol kann bis zu vier mal ausgebracht werden. Nach einem Methiocarb Einsatz ist eine Wartezeit von 14 Tagen einzuhalten. In der Regel werden die Körner zwischen den Pflanzen ausgestreut.
tschüss…ralf
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Betreff: Schneckenzaun
Von: Peter Lederer
Gruppen: de.rec.garten
Datum: 18. Aug 2008, 21:13:30
Hallo zusammen,
ich hatte versprochen, über den Erfolg / Mißerfolg meines Schneckenzaunes zu berichten. Hier nun das Ergebnis:
Seit dem Frühjahr steht der Zaun (gekauft bei (http://www.schneckenprofi.de/schneckenzaun.html?id=sYFDHDZz&mv_pc=107). Nach dem Aufstellen habe ich innen am Rand (wenig) Schneckenkorn gestreut. Zwei Schnecken habe ich innerhalb des Zauns gefunden und sie - ähm - umgesiedelt. Erdbeeren, Salat und viele andere Pflanzen blieben komplett von Schneckenfraß verschont bis, ja, bis die zu dicht am Schneckenzaun gepflanzten Tomaten ihre Äste über diesen schoben und den Schnecken das Einfallstor eröffneten.
Fazit: wenn man es schafft, den Zaun von allen überhängenden Zweigen/Ästen/Gräsern freizuhalten, bietet er einen fast 100%-igen Schutz. Im kommenden Jahr werde ich meinen Gemüsegarten etwas vergrößern und dann komplett mit Schneckenzaun einfassen.
Das Aufkommen an Schnecken ist hier enorm. Es geht also nicht darum, eine von zweien abzuhalten, sondern eher alle von hunderten.
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Weitere Links:
http://www.gartenbauberatung.de/beratung/user/mondani/schaderreger/schnecken.shtml
http://www.ubavie.gv.at/umweltregister/sachinfo/schnecken/schneck1.htm
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