Brandmaus
Die Brandmaus ähnelt von der Statur der Waldmaus. Sie hat eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 10cm, der Schwanz ist ungefähr 7,5cm lang. Brandmäuse wiegen durchschnittlich 20g. Das Fell ist borstiger als bei anderen Waldmaus-Arten. Im Sommer ist es rehbraun, im Winter eher graubraun. Der Bauch ist grauweiß. Brandmäuse besitzen einen deutlichen, schwarzen, zwei bis drei Millimeter breiten Aalstrich, der sich vom Kopf bis zur Schwanzwurzel erstreckt.
Innerhalb Deutschlands ist die Brandmaus vor allem im Gebiet der ehemaligen DDR zu finden. Die Westgrenze ihres Verbreitungsgebiet ist, zur Zeit, der Rhein, aber schon westlich des Weserberglandes ist sie eher selten anzutreffen. In Osteuropa ist sie sehr weit verbreitet.
Brandmäuse halten sich vorzugsweise in Gebüschen, Hecken und Waldrändern auf. Sie meiden sowohl geschlossenen Wald als auch vollkommen offene Flächen. Bei kontinentalem Klima ist die Brandmaus an Feuchtgebiete gebunden. In Bereichen mit Seeklima sucht sie lieber trockene Stellen auf. Im Winter findet man Brandmäuse auch in Scheunen, Ställen, Kellern und Komposthaufen.
Brandmäuse sind sowohl tag- als auch nachtaktiv und nicht besonders gesellig. Sie ernähren sich von Eicheln, Bucheckern und Blättern, im Frühling fressen sie auch Wirbellose. Dicht unter der Erde graben die Tiere Gänge und legen Vorrats- und Nestkammern an. Brandmausweibchen werfen mehrmals im Jahr, pro Wurf sind es zwischen drei und neun Junge.
Sie sind im Garten also völlig unschädlich und müssen nicht bekämpft werden.
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Uns sind heute im Garten die Brandmäuse vor die Linse gelaufen. Erst
zwei Kinder beim Umsetzen des Komposthaufens, dann - vielleicht - die
Mama auf der Suche nach ihren verschütteten Duftspuren zu den Kindern.
Wir haben den Kindern zwar nichts getan, aber ob sie noch ihr Zuhause so
vorgefunden haben, wie sie es verlassen haben, ist so die Frage. Ist
halt ein gefährliches Leben im Komposthaufen.

Jedenfalls teilen wir mit denen den Garten praktisch schon immer, aber
wir sehen sie nur selten und merken bestenfalls was von ihnen, wenn wir
die runtergefallenen Haselnüsse und Kirschkerne nur aufgeknabbert
wiederfinden. Oder aber im Winter im Schuppen die Apfelzweige vom
Baumschnitt alle ringsrum abgeledert wurden. Ab und zu versenkt mal eins
seine Zähne in die Düngertüte - das wird aber offensichtlich schnell
bereut…
Foto und Text: Ina Koys
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