Spitzmaus

Spitzmaus, Foto: Kathinka Wenz
Spitzmäuse verdanken ihre Namensgebung ihrer Ähnlichkeit zu Mäusen, sie sind aber keine Nagetiere (und damit auch keine Mäuse), sondern gehören zur Ordnung der Insektenfresser.
Spitzmäuse haben ein mäuseähnliches Erscheinungsbild, unterscheiden sich jedoch durch die lange, spitz Nase von diesen. Die Gliedmaßen sind kurz, die Füße enden jeweils in fünf Zehen und sind unspezialisiert bis auf einige wasserbewohnende Arten, die einen Borstensaum aufweisen, der ähnlich einer Schwimmhaut wirkt. Es sind vergleichsweise kleine Säugetiere, sie erreichen Kopfrumpflängen von 3 bis 18, meist zwischen 6 und 10 Zentimetern. Die Schwanzlänge ist variabel, insbesonders einige unterirdisch grabend lebende Arten weisen einen auffälligen kurzen Schwanz auf. Die Schnauze ist lang und beweglich, die Ohren klein und anliegend. Da sie kein Nagetier ist, hat sie auch keine Nagezähne, sondern spitze Höcker und scharfe Schmelzleisten.
Spitzmäuse sind vorwiegend Bodenbewohner. Sie können nicht sehr gut klettern, reine baumbewohnende Arten gibt es nicht. Einige Arten sind sowohl tag- als auch nachtaktiv, andere hingegen begeben sich vorwiegend während der Nacht auf Nahrungssuche.
Als Ruheplätze graben sie eigene Baue oder übernehmen die anderer Tiere oder verwenden andere geschützte Plätze wie Felsspalten, Erdlöcher oder ähnliches. Oft legen sie darin ein Nest aus getrockneten Blättern und Gräsern an. Einige kulturfolgende Arten sind auch in menschlichen Behausungen zu finden.
Spitzmäuse sind Fleischfresser, die sich vorrangig von Insekten und deren Larven, Regenwürmern und anderen wirbellosen Tieren ernähren, weswegen ich sie jetzt als Nützling eingruppiere. Sie werden vom Menschen normalerweise neutral betrachtet, weder als Nützling gepflegt noch als Schädling bejagt.

Maul einer toten Spitzmaus. Man erkennt deutlich, dass es keine Nagezähne gibt.
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