Wühlmaus


Fotos: Gerhard Zahn
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Wühlmaus ist eigentlich der falsche Begriff, denn Wühlmäuse (Arvicolinae) stellen eine Unterfamilie der Cricetidae mit über 150 Arten dar. Zu den bekanntesten Arten gehören die Feldmaus, die Rötelmaus, die Bisamratte, die Schermäuse und die Lemminge. Das, was umgangssprachlich als Wühlmaus bezeichnet wird, heißt in Wirklichkeit Schermaus. Es gibt Ost- und Westschermäuse, bei uns sind die Ostschermäuse verbreitet. Im weiteren ist mit Wühlmaus also die Ostschermaus gemeint.Die Ostschermaus ist die zweitgrößte Wühlmausart in Europa und erreicht eine Kopfrumpflänge von 12 bis 19 cm und eine Schwanzlänge von 4 bis 13 cm und ein Gewicht von 60–180 g. Sie hat eine stumpfe Schnauze und lange Schurrhaare. Die Augen sind klein und dunkel. Die Ohren sind fast vollständig im Fell versteckt. Die Farbe schwankt oberseits von gelbbraun und braunschwarz bis schwarz, unterseits von weißgrau über gelbgrau bis dunkelgrau. Das Fell ist dicht und glänzend.Die Ostschermaus ist tagaktiv. Sie lebt in größeren Kolonien, ohne dabei sehr sozial zu sein. Der Bau besteht nicht nur aus dem reichverzweigten Gangsystem, das sie größtenteils sehr flach unter der Erdoberfläche anlegt, sondern auch aus einer großen Vorratskammer und einer oder zwei mit Gras gepolsterten Nestkammern.
Die Erdhaufen der Schermaus sind unterschiedlich groß, eher flach und die aufgeworfene Erde ist sehr fein.
Die Grabaktivitäten der Maus sind hier recht leicht erkennbar durch einen am Grat der Erdaufhäufung befindlichen kleinen Erdriss, der sich immer entlang der Grabrichtung windet. Die Erde wird an den Eingängen abgelegt und ähnelt flachen Maulwurfshügeln. Die Menge verwühlter Erde kann sehr groß sein.
Die Schermaus hat die Angewohnheit, jedes Loch in ihrem Bau innerhalb kurzer Zeit wieder zu verschließen. Die Gänge der Schermaus sind hoch-oval, im Gegensatz zu Maulwurfgängen, die rund sind. Die ist das wichtigste Erkennungsmerkmal, denn oft geraten Gartenbesitzer schon in Panik, wenn sie Mäusegänge oder auch Rattengänge erkennen. Ratten öffnen ihre zugeschaufelten Gänge immer wieder, Schermäuse verschließen die geöffneten Gänge. Ein simples, aber effektives Erkennungsmerkmal.
Die Ostschermaus hält keine Winterruhe und legt rechtzeitig Futtervorräte für diese Jahreszeit an. Meist sind dies kleine, säuberlich aufgeschichtet Wurzelstücklein, die ganze Kammern füllen können.
Die Ostschermaus kann gut schwimmen und tauchen. Es gibt im gesamten Verbreitungsgebiet sowohl aquatische als auch nicht aquatische Populationen. Erstere leben entlang von Flüssen und Seen und haben oft Baue, deren Eingänge unter der Wasseroberfläche münden.
Die Ostschermaus frisst hauptsächlich Pflanzenteile, wie Löwenzahn, Klee, saftige Wurzeln, Knollen und Blumenzwiebeln aber auch Insekten und andere Wirbellose. Die Schäden, die sie anrichten, können erheblich sein, da sie, wie man oben auf dem Foto sieht, sogar verholzte Wurzeln komplett abnagen können.
Ist vorher bekannt, dass in der Gegend Wühlmäuse leben, sollten kostbare Pflanzen in Drahtkörbe gepflanzt werden.
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Schaden an Rosen durch eine Wühlmaus/ Schermaus verursacht (Foto: Wanda Puvogel)
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Wühlmäuse/ Schermäuse durch Pflanzen abhalten:
Beitrag von: Ralf Gutzki
Datum: 09.07.2001
Wir hatten noch nie Wühlmäuse im Garten und damit bin ich wohl automatisch nicht der richtige Schreiberling für dieses Thema :>) Ich habe deswegen Texte aus de.rec.garten zusammengestellt, die Leute mit Wühlmäusen im Garten geschrieben haben.Es gibt Pflanzen die Wühlmäuse nicht gerne riechen können.
* Knoblauch
* Köhnigskerze
* Oleanderblätter
* Pfefferminzezweige
* Rainfarnzweige
* Thujazweige
Knoblauch und Köhnigskerze zur Abwehr anpflanzen.
Oleanderblätter&Sand: Man zerstößt die Oleanderblätter fein, mischt sie mit etwas Sand und streut diese Mischung in die Mäuselöcher.
Pfefferminzezweige oder Rainfarnzweige: Man legt Pfefferminze- oder Rainfarnzweige vor bzw. in die Mäuselöcher.
Pfefferminzöl: Man beträufelt etwas Pappe mit Pfefferminzöl und legt diese vor das Mäuseloch.Was die einen als erfolgreich preisen, erwies sich in andernen Gärten als unbrauchbar.
Bernhard Albert bringt es auf den Punk:
>R.Gutzki , Forum: de.rec.garten
> > Bei den Wühlmäusen habe ich beim Vertreiben eher schlechte
> > Erfahrungen, ….
>
> Unter:
> http://www.oberbergische-volkszeitung.de/wohnen/tipps/723834.html
> Wühlmäuse - Holunderjauche und Knoblauch helfen
> Thujaschnitt, in die Gänge gestopft, soll auch Wühlmäuse Vertreiben.
> Zeitschrift:”Meine kleine Gartenwelt” (Ausgabe 9/2000)
Das funktioniert nur, wenn sie noch nicht angeködert sind, d.h. noch nicht im Beet und auch da nur in geringem Umfang. Eine meiner Wühlmäuse war ein absoluter Knoblauch-Fan, die hat dafür sogar den Topinambur stehen lassen, den ich mit dem Knoblauch schützen wollte.
Mit Thuja habe ich es auch schon versucht, der gleiche mangelhafte Effekt wie beim Holunder.
Deshalb sag ich ja: abhalten JA, vertreiben NEIN.
Gruß
Bernhard
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Tja, so leicht lassen sich die Wühlmäuse also doch nicht vertreiben :>(
Wenn Holunderjauche oder Menschenhaar nicht wirken bleibt noch die Falle.
tschüs … ralf
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Holunderlaubjauche gegen Wühlmäuse:
Betreff: Re: Holunderlaub (war Re: Schachtelhalmbrühe ?)
Datum: Tue, 19 Jun 2001 19:56:18 +0200
Von: “Bernhard Albert”
> > Wie stelle ich eine Holunderjauche her? < <
> > Ich habe nämlich eine Wühlmaus zu vertreiben und würde das gerne mit
> > Holunderjauche versuchen.
Holunderlaub pflücken - einen großen Eimer oder ein kleines Faß zu zwei Dritteln damit füllen, an einen sonnigen Platz stellen, Wasser drauf, täglich umrühren. Wenn es nicht mehr brodelt ist die Jauche gut.Bei den Wühlmäusen habe ich beim Vertreiben eher schlechte Erfahrungen, bei mir gelingt nur das Fernhalten, sind die Leckereien schon von der Wühlmaus entdeckt, dann ist da trotzt Gestank kein Halten mehr. Da empfehle ich persönlich die Wühlmausfallen von Neudorff, dann sind die Wühlmäuse allerdings tot. Verfolgt man sie jedoch nicht, werden leicht Dutzende daraus. Vorletztes Frühjahr habe ich auf nur 200 Quadratmetern 17 Stück gefangen. Schon eine reicht, damit auf den 200 Quadratmetern kaum noch was hochkommt. Die legen nämlich auch noch Lager an und die können binnen einer Woche praktisch alles abbeißen und wegtransportieren, was lagerfähig ist.
Viele Grüße
Bernhard
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Menschenhaare in die Löcher:
Betreff: Re: Wuehlmaeuse! Was nun?
Datum: 08 Jul 2001 15:33:00 +0200
Von: Monika.Henkelmann@Freenet.de (Monika Henkelmann)
Foren: de.rec.garten
(… Problem Wühlmäuse im Garten ….)
Das Problem hatte ich im vergangenen Jahr auch.
Ich habe in alle Loecher Haare gesteckt.Die darauffolgenden Tage (Wochen) habe ich regelmaessig alle Beete nach neuen Loechern abgesucht und ebenfalls wieder mit Haaren versehen. Die Wuehlmaeuse sind verschwunden und die Nachbargaerten haben auch keine Maeuse. Die Haare habe ich mir beim Friseur geholt,die sind froh wenn sie nicht so viel entsorgen muessen.Nun wuensche ich nur noch gutes Gelingen.
CUL8er Moni !
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Fallen:
Beitrag Von: “Bernhard Albert”
> Hast Du diese Fallen von Neudorff schon ausprobiert?
> http://www.neudorff.de/
Ja - ich habe auch schon andere versucht und kann deshalb nur sagen, die von Neudorff sind die besten, wenn auch nicht die preisgünstigsten.Wenn man sie richtig aufstellt, gibt es keinen Luftzug und kein Licht im Mäusegang und genau darauf scheint es anzukommen. Ganz wichtig: Falle nur mit Hanschuhen anfassen, die ansonsten bei der Gartenarbeit getragen werden, packst Du sie mit den blanken Händen an, gehen alte kluge Mäuse überhaupt nicht dran, auch Handschuhe mit Benzin, Motoröl, Lack etc. sind überhaupt nicht geeignet.Fallen die längere Zeit in einem Raum standen, in dem auch Geräte oder Menschen sich aufhalten, vor Gebrauch immer mit feuchter Erde ausreiben (dabei Handschuhe tragen). Fallen die ganz frisch fängig waren, scheinen besser zu wirken. Habe ich mehrere Mäuse zu fangen und mehrere Fallen aufgestellt tausche ich Fallen, die noch nicht fängig waren, bei Erfolg rasch gegen fängige Fallen aus.Zum Schutz von Maulwürfen achte ich immer sehr darauf, ob Wurzeln, die in den Gang wachsen, sauber abgeknabbert sind, oder fröhlich herumhängen - Mäuse knabbern sie ab.
Viele Grüße
Bernhard
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Betreff: Wühlmausabschreckende Pflanzen ohne Wirkung
Datum: Fri, 22 Nov 2002 21:29:18 +0100
Von: “Bernhard Albert”
Foren: de.rec.garten
Liebe Gartenfreundinnne und Gartenfreunde,
ich denke, ich laß Euch mal nicht dumm sterben! Und gebe Euch die folgende Pressemeldung des aid-Infodienstes weiter.
Gruß Bernhard
———– schnipp ————————–
Landwirtschaft und Umwelt
14. November 2002, Seite 8
Forstwirtschaft
Wühlmausabschreckende Pflanzen ohne Wirkung
(aid) - Wühlmäuse verursachen in Erstaufforstungen und Baumschulpflanzungen für den Waldbereich jährlich Schäden in Millionenhöhe. Ob es mit sogenannten wühlmausabschreckenden Pflanzen möglich ist, diese Schäden zu verringern, war Gegenstand von Untersuchungen der Niedersächsischen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen.
Auf drei Standorten wurden Versuchsparzellen mit Arten der Gemeinen Schachblume (Fritillaria) zwei Wolfsmilcharten (Euphorbia) und der Gewöhnlichen Hundsziege (Cynoglossum) bestellt. Die Aktivität der Schermäuse wurde beobachtet, einige Tiere erhielten Sender, um ihre Aktivität und ihren Aktionsradius zu registrieren. Die Versuche erbrachten nicht den gewünschten Erfolg. Keine der Pflanzen verringerte den Schermausschaden an Forstbäumen. Auch durch Steinklee 2 (Melilotus officinalis) und “wühlmausabschreckende Euphorbia” aus dem Gartenhandel konnten die Wühlmausschäden nicht verringert oder gar verhindert werden. In den Versuchen stellte sich heraus, dass die Bodenbearbeitung von entscheidendem Einfluss ist. Auf umgebrochenen Flächen ist ein höherer Schaden wahrscheinlich als auf unbearbeiteten Flächen. Offensichtlich erhöht sich durch den gelockerten Boden der Aktionsradius der Tiere.
aid, Renate Kessen
aid infodienst
Verbraucherschutz . Ernährung . Landwirtschaft e. V.
Dezernat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing
Friedrich-Ebert-Straße 5
53177 Bonn
———– schnapp ————————–
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Vibrationen:
Subject: Re: Hilfe - Wühlmäuse lassen ganze Salatköpfe verschwinden!
From: Inge Schneider
Date: Fri, 13 Oct 2006 22:47:07 +0200
Message-ID: (4pacabFhvvufU2@individual.net)
dgafffre schrieb:
Hallo,
>
>es nimmt mit den Wühlmäusen überhand. In der letzten Woche sind
>ganze vier Pflanzen vollständig in die Gänge auf Nimmerwiedersehen
>verschleppt worden.
>
>Was kann man tun? In meine Rattenfallen (mit verschiedenen Leckerbissen
>beködert) wollen sie nicht reingehen.
Ich hatte gute Erfolge mit batteriebetriebenen (gibts jetzt wohl auch
als solar) Stäben, die per Zufallsprinzip “vibrierten”.
Trotzdem im Jahr zuvor die Möhrenernte aus mehr oder minder dicken
Scheiben um das Kraut bestand, bekam ich im Jahr mit diesen Stäben
einwandfreie Möhren. Auch kein Verbiss an anderem Gemüse.
Da dieser Zustand dann über Jahre anhielt, kann das kein Zufall sein.
Gruß
Inge
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Sind es wirklich Wühlmäuse?
Newsgroups: de.rec.garten
Subject: Re: Wühlmaus + Abhilfe?
From: Gerhard Zahn
Date: Mon, 09 Apr 2007 08:40:54 +0200
Message-ID: (5dnj13dplhggkpi784d6fduvc73fd41i7f@4ax.com)
Am Mon, 09 Apr 2007 08:26:06 +0200 schrieb Kathinka Wenz:
Hallo,
>Robert Gummi wrote:
>
>> Nicht bei Sträuchern und Stauden. Komm schon, nur weil die meisten Wühlmäuse
>> keine sind heißt das doch nicht dass es keine gibt. ;-)
>
>Ich glaube, Gerhard geht es vor allem daram, das man von Wühlmäusen
>selten so überrascht wird. Da ist nicht von heute auf morgen der ganze
>Garten verwüstet, sondern es beginnt langsam, falls es überhaupt beginnt
>und nicht eben schon immer so ist. Gerhard, habe ich das richtig
>verstanden?
jo, so in der Richtung geht es.
So weit bei mir und einigen Nachbarn Wühlmäuse am Werken waren, war
oberflächlich überhaupt nichts davon auszumachen.
Entweder es stieß einer zufällig auf einen Gang oder ein Jungbaum ließ
plötzlich die Blätter hängen und konnte ohne großen Aufwand aus dem
Boden gezogen werden, weil alle Wurzeln abgefressen waren.
Ich lag mal auf der Liege im Rasen und habe gemütlich gelesen.
Plötzlich guck ich links, ist da im Rasen ein senkrechtes Loch.
Nach einiger Zeit sind die Gräser um das Loch weg und hineingezogen.
Nach kurzer Zeit ist das Loch wieder von innen verstopft.
Alles lief völlig lautlos ab, vorher und nachher keine Spur von
Wühlmaus.
Ich habe dann aber zwei Wühlmäuse aus diesem Gang gefangen….
Die hatten Zähne wie kleine Kaninchen!
Das ganze andere Getöns von wühlenden Ungeheuern, was ich hier schon
gelesen habe, halte ich inzwischen für Schmarrn, so weit es mit
Wühlmäusen in Verbindung gebracht wird.
Da sieht man von Maulwürfen und gut gepflegten Feldmauskolonien
deutlich mehr. Selbst die relativ kleinen Erdmäuse sind in der Lage,
einen Eimer Erde vors Loch zu buddeln.
Und wenn dann hier einer wie kürzlich auf Rückfrage zwar nichts
Nachvollziehbares beibringt, außer: “Es sind Wühlmäuse Punkt”, dann
geht mir der Hut hoch.
Wem nicht zu raten ist, dem ist halt auch nicht zu helfen.
Beste Grüße G e r h a r d
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