Moos im Rasen
Beitrag von Ralf Gutzki
Schattiger / Halbschattiger Platz
Durch zu viel Schatten kann sich der Rasen nicht richtig Entfalten und Moose gewinnen die Überhand.
Abhilfe: Schatten verhindern, Schattenrasen aussähen
Boden zu Sauer
Ist der Boden zu sauer (pH-Wert unter 6.0) ist das für den Rasen schlecht und für das Moos gut.
Abhilfe: Kalken
Boden verdichtet
Durch zu verfestigten Boden, lehmiger, toniger Boden, kann der Rasen nicht mehr genügend atmen.
Abhilfe: Vertikultieren, auflockern
zu wenig Nährstoffe
Rasen braucht viel Stickstoff.
Abhilfe: Dünung mit Kompost oder Stickstoffdünger
zu niedrig eingestellter Rasenmäher
Wird der Rasen zu tief abgemäht kann er sich nicht richtig entfalten.
Abhilfe: Rasenmäher höher einstellen (ca. 6cm)
Ralf Gutzki E-Mail: r.gutzki@t-online.de
Betreff: Moos im Garten
Datum: Sun, 11 Feb 2001 22:10:21 +0100
Von: Gerhard Zahn
Foren: de.rec.garten
Der Trick dabei ist nicht, Moos zu bekämpfen, sondern es erst gar nicht aufkommen zu lassen.Meist liegen die Ursachen an Stickstoff- u Kalkmangel sowie allzu reichlicher Bodenverdichtung u Beschattung.
Aso dann….. Moos im Rasen die Xte :-)
Pro-Moos:
Alles was dem Moos gut tut u den Rasengräsern schadet.
Schwerer lehmiger, toniger Boden, verfestigter Boden (Baufahrzeuge, Fußweg), sauerer Boden, zu niedriger pH-Wert, Kalkmangel, Schatten oder Halbschatten von Gebäuden, Bäumen, Sträuchern, eingeschlossene Lagen mit wenig Luftzug (Mauer, Böschungen), weil hier die Bodenoberfläche länger feucht bleibt, verhungerter Rasen mangels Düngung.
Kontra-Moos:
Alles was dem Rasen gut tut u dem Moos schadet.
Schon bei der Neuanlage obere Bodenschicht lockern und mit Sandbeimischung durchlässiger und leichter machen, verfestigten Boden tief schneidend (1 cm unter die Bodenoberfläche) vertikutieren, alles andere ist Oberflächenkosmetik…, scharfen (= lehmfreien) Sand 1 cm hoch auftragen und einrechen, Erhaltungskalkungen nachholen, noch besser pH-Wert messen u dem Ergebnis entsprechend kalken, (pH-Wert 5,5 bei leichteren, bis 6,5 bei schwereren Böden). Überhängende Sträucher zurückschneiden, Bäume stark auslichten, damit Sonne zum Rasen durchdringt, den Rasen regelmäßig schneiden, da kurzer Rasen schneller abtrocknet, regelmäßig stickstoffbetont düngen, was die Gräser fördert. Für Rasenschnitt wird ein Kohlenstoff-Stickstoffverhältnis von 1:12 angegeben. Zum Vergleich: Sägemehl liegt bei 500:1. Wenn im Rasengrün soviel Stickstoff ist, dass das Verhältnis schon für die Kompostierung auf 1:30 verschoben werden soll, dann muß man doch einsehen, daß der Stickstoff, der im Rasen drin ist, auch wo herkommen muß. Halt aus stickstoffbetontem Dünger, wie es jeder Rasendünger ist. Wobei stickstoffhaltige mineralische Einzeldünger, wie Kalkammonsalpeter, für wenig Geld den gleichen Zweck erfüllen.
Der Einsatz chemischer Moosvernichter (auf Eisensulfat-Basis) ist bestenfalls dann sinnvoll, wenn Erb-Tante Frieda überraschend ihren Besuch angesagt hat. Die Moosvernichter wirken nämlich schon in wenigen Stunden, leider aber nicht einmal für Wochen, da sie an den ursächlichen schlechten Bedingungen leider Null ändern….
Beste Grüße G e r h a r d
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